KLA1617: TSV Wohratal - TSV Caldern (14.05.2017)

Die Definition von "offener Schlagabtausch" bedarf einer Überarbeitung. Wenigstens eines plastischen Beispiels. Wir hätten da einen Vorschlag: Das A-Liga-Spiel zwischen TSV Caldern und TSV Wohratal.
 
Über 90 Minuten ging es in diesem Spiel hin und her, her und hin. Früh führte der Gastgeber  mit 2:0, der zweite Treffer resultierte aus einem grotesken Handelfmeterpfiff als Armin Heck auf glitschigem Geläuf ausrutschte und ihm der Ball im Fallen an die Hand sprang. Eine ebenso neuerliche wie erwartete Caldern-Pleite deutete sich an.  
 
Doch der einzig wahre TSV, dessen Zweite zuvor durch "Quattroesterle" (den vierfachen Johann) 4:1 gewann, rannte ab sofort an, der Mut der Verzweiflung diente als Antrieb. Man drückte Wohra beständig in die Defensive, Schuss um Schuss wurde vom Heimkeeper gehalten oder ging vorbei/drüber. Der Anschlusstreffer durch Spät-Neuzugang Eugen Maschke brach den Bann, aber am  Chancenwucher änderte das nichts: Becker, Dreher, Caly, Ficker-Hoffmann, Michel - beste Einschussmöglichkeiten liessen die Spieler aus. Ähnlich wie das schon gegen Richtsberg und Elnhausen war. 
Auf der Gegenseite fuchste sich Wohratal immer wieder minutenweise ins Spiel, hatte seinerzeit noch zwei, drei Hochkaräter.
 
Alexander Becker erzielte schliesslich dass überfällige 2:2, bis zum Schluss verweigerten sich beide Teams dem Verwandeln der Grosschsncen. Ein 5:5 wäre dem Spielverlauf angemessen gewesen. So oder so: die Punkteteilung geht wohl aus Sicht beider Vereine in Ordnung.
 
Der TSV Caldern, der durch den mitgenommenen Zähler nicht mehr direkt absteigen kann, hat nun ein Herzschlagfinale. Ein Tor, ein kümmerliches Tor rangiert man hinter dem Nicht-Abstiegsplatz, den ausgerechnet Sterzhausen belegt.